Modellfabrik

In der Modellfabrik mit ihren Laboren und Experimentierflächen als Nukleus des InnoCamp werden unter realen Bedingungen Prozesse, Verfahren und Produkte exemplarisch erprobt, entwickelt und hinsichtlich Energie- und Ressourceneffizienz sowie Nachhaltigkeit optimiert. Im Zentrum der Aktivitäten in der Modellfabrik sollen gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Hochschule mit Unternehmen der Region stehen.

Unter realen Bedingungen sollen in Kooperation mit Unternehmen Prozesse, Verfahren und Produkte erprobt, entwickelt und hinsichtlich Energie- und Ressourceneffizienz sowie Nachhaltigkeit optimiert werden.

Die drei Themenfelder der Modellfabrik:
> Ressourceneffiziente Energieerzeugung, -verteilung und -nutzung
> Nachhaltige Nahrungsmittelentwicklung und -produktion
> Innovative Produkte und Prozesse in Gesundheit und Biomedizin

RES – Reallabor Energiewende eines Stadtteils

Das Reallabor Energiewende eines Stadtteils (RES) plant die Etablierung einer regenerativen Energieproduktion, die auf unterschiedliche Verbrauchssituationen beim InnoCamp Sigmaringen angepasst reagiert. In Phase eins soll der Verbrauch für Bereiche des Innovationscampus sowie Hochschuleinrichtungen erhoben werden, in Phase zwei werden auch auf dem Gelände angesiedelte Unternehmen berücksichtigt. Langfristiges Ziel ist die Etablierung eines energieautarken Quartiers auf dem ehemaligen Kasernengelände, das sich durch regenerativ erzeugte Energie versorgt. Hierzu ist die Strom- bzw. Wärmeerzeugung über Windkraftanlagen, Photovoltaik und Solarthermie sowie die energetische Optimierung unter Einbindung von Industrie 4.0 vorgesehen.

Kooperationsmöglichkeiten

Neben der engen Zusammenarbeit mit der Stadt Sigmaringen sind Kooperationen mit Unternehmen im Rahmen von Forschungskooperationen, Auftragsarbeiten und Beratungsleistungen vorgesehen.

Vorteile für externe Partner

  • Technologietests unter Praxisbedingungen
  • Unterstützung bei der Realisierung energieeffizienter Prozesse bzw. regenerativer Energieversorgung
  • Erprobung von energieorientierten Ansätzen von Industrie 4.0
  • Realisierung weitgehender Energieautarkie für die Stadt

Ansprech­partner

Prof. Dr. Lutz Sommer
Studiendekan
Wirtschafts­ingenieurwesen
Tel: +49 75 71 / 732 - 95 31
sommer@hs-albsig.de

ZEN – Zentrum für Energiewirtschaft und Nachhaltigkeitsmanagement

Das Zentrum für Energiewirtschaft und Nachhaltigkeitsmanagement (ZEN) zielt auf energetische und betriebswirtschaftliche Fragestellungen sowie auf Prozess- und Produktinnovationen entlang der Energie-Supply-Chain. Die Gestaltung neuer Produkte und die Konzeption neuer Geschäftsmodelle für den Energiemarkt wie auch die strategische und ressourcenoptimierte Versorgung von Unternehmen stehen im Vordergrund der Forschungs- und Transferleistungen. Hervorzuheben ist dabei die Forschung rund um das Thema Sektorenkopplung. Darunter ist ein ganzheitlicher Ansatz zur Verbindung von Strom-, Wärme, Kälte- und Mobilitätskonzepten sowie die Themen Erzeugung, Speicherung, Transport, Digitalisierung und Effizienz zu verstehen.

Kooperationsmöglichkeiten

In seiner Funktion als Forschungs- und Transferzentrum nimmt das ZEN Auftragsarbeiten entgegen und bietet Beratungsleistungen zu energiewirtschaftlichen Fragestellungen an. Zur Zielgruppe zählen sowohl Energieanbieter als auch industrielle Energieverbraucher. Vorgesehen sind auch strategische Allianzen mit anderen Forschungseinrichtungen.

Vorteile für externe Partner

  • Analysen im energetischen und betriebswirtschaftlichen Umfeld von Energie- und Nachhaltigkeitsfragen
  • Management von Prozess- und Produktinnovationen entlang der Energiewertschöpfungskette
  • Beratungsleistungen und Schulungen im Kontext der Energiewirtschaft, beispielsweise für Energiemanagementsysteme und -handel
  • Entwicklung innovativer Geschäftskonzepte

Ansprech­partner

Prof. Dr. Jessica Rövekamp
Fakultät Business Science & Management
Studiengang Energiewirtschaft und Management
Tel: +49 75 71 / 732 - 83 21
roevekamp@hs-albsig.de

Nachhaltiges Bauen und Betreiben von Gebäuden und Fabrikanlagen

Das Projekt begleitet die Einzelprojekte des InnoCamp Sigmaringen bei der energie- und ressourceneffizienten Verwirklichung ihres Raumbedarfs. Die optimale Nutzung der Gebäude wird unterstützt durch Inbetriebnahme-, Flächen- und Energiemanagement sowie Gebäudeautomation und Prozessoptimierung. Aus den gewonnenen Erfahrungen werden Handlungsempfehlungen für vergleichbare industrielle Projekte abgeleitet.

Kooperationsmöglichkeiten

Neben der Demonstration des Umsetzungsbeispiels werden Auftragsarbeiten angenommen sowie Schulungen und Beratungsleistungen angeboten. Unternehmen der technischen Gebäudeausrüstung, der Softwareentwicklung, Fachplaner sowie betriebsinterne und -externe Facility Manager zählen zur Zielgruppe.

Vorteile für externe Partner

  • Methodik und Anwendung der Lebenszyklusbetrachtung bei baulichen Maßnahmen
  • Demonstration von energetisch optimierter Sanierung, von Inbetriebnahme- und Energiemanagement sowie von innovativen Tools und Simulationsverfahren (BIM, BAM, BOOM)
  • Schulungen für Standort- und Layoutplanung sowie Optimierung von Logistik und Produktionsprozessen
  • Bereitstellung eines Labors zum Einsatz der Gebäudeautomation, zur Messung und Visualisierung von Energieverbräuchen etc.

Ansprech­partner

Prof. Dr. Markus Lehmann
Studiendekan Facility Management
Tel: +49 75 71 / 732 - 82 74
lehmann@hs-albsig.de

Entwicklungs- und Versuchsküche

Die multifunktionelle Küche mit Großküchenbereich steht für Experimentier- und Testzwecke zur Verfügung und ermöglicht Produktinnovationen, die eine haushalts- oder großküchentechnische Ausstattung erfordern. Beabsichtigt ist die Umsetzung von Untersuchungen sowie Vorführungen u. a. zu energie- und ressourceneffizienten Geräten und Prozessen zur Be- und Verarbeitung von Lebensmitteln sowie Untersuchungen zum Aufkommen von Lebensmittelabfällen entlang der Verarbeitungs- und Versorgungskette.

Kooperationsmöglichkeiten

Unternehmen aus den Bereichen Lebensmittelherstellung und Gerätetechnik können im Rahmen von Auftragsarbeiten neue Produkte entwickeln, Verfahren erproben und unter den Aspekten Energie- und Ressourceneffizienz untersuchen. Darüber hinaus können die Räume für Veranstaltungen, Produktpräsentationen, Schulungen etc. angemietet werden.

Vorteile für externe Partner

  • Durchführung von Verbraucherschulungen und vergleichenden Produkttests (durch Unternehmen oder in Zusammenarbeit mit Verbraucherzentralen o. ä.)
  • Umfassende Prozesslandschaft für Produktentwicklungen und Pilotproduktionen
  • Simulationen von Einsatzbedingungen und (Fehl-)Handlings bei Produktanwendungen
  • Testküche für Produktpräsentationen, Food/Produkt- Fotografie, Produktschulungen und Kochevents
  • Vergleichende Produkttests für Lebensmittel- / Gerätehersteller
  • Durchführung von User- und Verbrauchertests

Ansprech­partner

Prof. Dr. Gertrud Winkler
Studiendekanin Lebensmittel, Ernährung, Hygiene
Tel: +49 75 71 / 732 - 82 39
winkler@hs-albsig.de

Produktionseinheit für nachhaltige Lebensmittelverarbeitung

In der Produktionseinheit werden Lebensmittel mit innovativen technischen Verfahren verarbeitet. Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Produktion: Auswahl der Rohstoffe, Gestaltung der Produkte, technische Umsetzung der Herstellverfahren, Lagerung und Vertrieb. Ausgehend von einer Produktidee wird die vollständige Produktentwicklung einschließlich Überprüfung der sensorischen Akzeptanz und der Lagerstabilität durchgeführt. An modernen Pilotanlagen wird die technische Umsetzung erprobt und hinsichtlich der effizienten Nutzung von Energie und Ressourcen optimiert.

Kooperationsmöglichkeiten

Unternehmen im Bereich der Lebensmittelherstellung können im Rahmen von Kooperationsprojekten festlegen, welche Lebensmittel verarbeitet und welche Prozesse optimiert werden sollen. Die künftige Produktion und den künftigen Vertrieb übernimmt der Wirtschaftspartner in seinen eigenen Produktionsstätten.

Vorteile für externe Partner

  • Überprüfung von Produktideen im Bereich der Lebensmittelherstellung auf technische Umsetzbarkeit (die hergestellten Produkte erfüllen alle gesetzlichen Anforderungen und können bedenkenlos als Muster für die Markteinführung verwendet werden)
  • Bereitstellung von Prozessbeschreibung und Prozessdaten für die energieeffiziente und nachhaltige Auslegung von Maschinen und Anlagen im Produktionsmaßstab

Ansprech­partner

Prof. Dr. Christian Gerhards
Studiendekan Facility and Process Design
Tel: +49 75 71 / 732 - 82 96
christian.gerhards@hs-albsig.de

ZHBMS – Zentrum Health and Biomedical Sciences

Die Themen Gesundheit, Ernährung und Alterung bestimmen die Forschungsschwerpunkte des neu entstehenden Zentrums Health and Biomedical Sciences (kurz: ZHBMS) des InnoCamp Sigmaringens. Im modernen Forschungszentrum wird die angewandte Forschung mit und für Firmenpartner durch Angebote im Bereich Weiterbildung ergänzt. Die langjährige Expertise der Hochschule in den Bereichen Pharmatechnik, Biomedical Sciences und Bioanalytik sowie des Fachinstituts für in-vitro- Testsysteme (InViTe) werden im ZHBMS effizient zusammengeführt und gebündelt.

Technologische Schwerpunkte des Zentrums

  • Zell- und stammzellbasierte Testsysteme
  • Mikrobiologische Untersuchungen
  • Nukleinsäure- und proteinbasierte Assaysysteme
  • Proteinanalytik und biophysikalische Analyseverfahren
  • Pharmazeutische Analytik und Lebensmittelanalytik

Neue Entwicklungen aus den Bereichen Laborautomation und zukünftige Anforderungen an ex-vivo- und in-vitro-Testsysteme und die Bioanalytik werden das Forschungsangebot in Zukunft bedarfsgerecht erweitern.

Kooperationsmöglichkeiten

Wir laden Unternehmen aus der Pharma- und Diagnostikindustrie sowie aus der Kosmetik- Lebensmittel- und Biotechnologiebranche ein, mit uns die Möglichkeiten gemeinsamer Forschungs- und Drittmittel-Projekte zu diskutieren. Am ZHBMS können auch Auftragsarbeiten für Unternehmen durchgeführt und Weiterbildungsmöglichkeiten in state-ofthe- art Methoden angeboten werden.

Vorteile für externe Partner

  • Wissenschaftliche Unterstützung bei der Produktentwicklung
  • Begleitforschung zur Optimierung v. Herstellungsprozessen
  • Durchführung von Produktprüfungen
  • Unabhängige Bewertungen von Produkten und Inhaltsstoffen
  • Assayentwicklung und -verbesserung
  • Weiterbildungsangebote in technologischen Schwerpunkten des ZHBMS (z. B. Kurse zu Zell- und Stammzellkultivierung und Analyseverfahren, Geräte und Produktpräsentationen von Firmen für Kunden)
  • Von Sigmaringen aus kann in einer Fahrtzeit von 45-90 min der Arbeitsplatz von mehr als 20.000 hochqualifizierten Arbeitnehmern in der Biotech-/ Pharmabranche erreicht werden

Ansprech­partner

Prof. Dr. Thole Züchner
Professur für Bioanalytik und Laborautomation
Tel: +49 75 71 / 732 - 82 40
zuechner@hs-albsig.de